ZUGER CHRIESI: 1000 Kirschbäume für Zug

Vermarktung: Konservenkirschen

 Testbild

Illustration «Einmachglas» aus der Broschüre «Einmachen leicht gemacht», Glashütte Bülach, Frühjahr 1945 (Grafik: Martin Peikert, Zug).

Kirschen- und Beerenverkauf am Zuger Chriesimärt, 07.07.08 (Foto: Ueli Kleeb, Zug).

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Konservenkirschen

 

Wegen den tiefen Importpreisen hat der Anteil verarbeiteter Schweizer Konservenkirschen in den letzten Jahren laufend abgenommen. In der Region Zug werden relativ wenig Konservenkirschen angebaut und geerntet. Verwendet werden vornehmlich geeignete Kirschensorten wie «Lauerzer» und «Dollenseppler».

 

In der Schweiz gibt es nicht viele Betriebe, die Konservenkirschen professionell verarbeiten. Regional bekannt ist die Firma Räber AG in Küssnacht/SZ, die jedes Jahr einige Hundert Tonnen Kirschen verquantet. Die Landis Rotkreuz, Hünenberg und Zug nehmen jährlich einige Tonnen Konservenkirschen aus einheimischer Produktion an, die zur Verarbeitung an die Obsthalle Sursee geliefert werden, um von dort weiter an die Grossverteiler zu gelangen. Daneben gibt es zahlreiche bäuerliche Verarbeiter, die Produkte wie Chriesikonfi, Chriesikompott, Chriesisirup, Chriesijoghurt oder Chriesiglacé im Direktverkauf ab Hof oder an Wochenmärkten anbieten.

 

Die Firma Agrofrucht-inn in Cham/Merenschwand stellt grössere Mengen von Dörrkirschen her, die für diverse regionale Chriesiprodukte gebraucht werden. Es gibt aber auch kleine Landwirtschaftsbetriebe, die Dörrkirschen selber herstellen und vermarkten. Die «Zuger Chriesiwurst» als prominentes Beispiel wird mit gedörrten Kirschen aus dem Zuger Chriesiland und Fleisch aus der Innerschweiz hergestellt.
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